Standort und Wetter
Futterautomat für Hühner im Winter: So bleibt er im Auslauf einsatzbereit

Im Winter muss das Futter trocken und erreichbar bleiben, egal ob Futterautomat, Futterspender oder Futtertrog: überdacht draußen aufstellen, Schnee räumen, täglich in den Trog schauen, nasse oder gefrorene Klumpen entfernen. Bei Kälte fressen Hühner etwas mehr: Legehennen brauchen laut einem Fachartikel rund 10 g Futter mehr am Tag, wenn es 10 °C unter den Optimalbereich fällt. Lass den Behälter nie ganz leer werden und prüfe das Wasser.
Inhalt
- 1Futter im Winter draußen trocken halten: Dach, Windschutz und schneefreier Platz
- 2Brauchen Hühner im Winter mehr Futter?
- 3Hühner im Winter füttern: Das Futter muss bereitstehen, solange es hell ist
- 4Das Wasser ist im Winter das größere Problem
- 5Frost und Streusalz: Worauf du am Futterautomaten achten solltest
- 6Dein Winter-Check für den Futterautomaten
- 7Häufige Fragen
1Futter im Winter draußen trocken halten: Dach, Windschutz und schneefreier Platz
Schnee im Auslauf, Eis in der Tränke, und früh wird es dunkel: Beim Futterautomaten, Futterspender oder Futtertrog draußen ist im Winter vor allem das Futter empfindlich. Schneematsch und Regen machen es nass, und was nass geworden und über Nacht gefroren ist, klumpt. Der Automat ist für Trockenfutter gedacht, feuchtes oder nasses Futter kann die Funktion beeinträchtigen. Für die Feuchte gilt im Winter, was die Landesanstalten für Landwirtschaft allgemein schreiben: Für den Verderb von Futter durch Schimmelpilze ist der Feuchtegehalt von entscheidender Bedeutung. Dasselbe gilt für deinen Vorrat: Die Landesanstalten raten, Futter kühl und trocken zu lagern.
- Das Futter wird schneller nass und klumpig
- Hühner verbrauchen etwas mehr Futter
- Das Tageslicht ist knapp
- Das Wasser friert
- Der Automat ist nur für Trockenfutter gedacht
- Er lässt sich stehend oder am gebogenen Griff hängend nutzen
- Gitter per Klick ab, der Automat ist spülmaschinengeeignet
- Unter ein Dach: Unterstand, überdachter Teil des Auslaufs oder Stall.
- Windschutz: Wind treibt Schnee und Regen seitlich in den Trog. Ein Platz an der Stallwand hilft.
- Schnee räumen: Kehr den Standort frei, damit deine Hühner und du gut hinkommen.
- Nicht einsinken: Steht der Automat am Boden, stell ihn auf eine Platte, damit er nicht im Schnee versinkt. Hängt er, prüfe, ob die Höhe bei hohem Schnee noch passt.
Ein überdachter Teil des Auslaufs, seitlich mit Drahtgitter verschlossen, gibt Hühnern, Futter und Tränke ein Dach. Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt ihn für Hobbyhaltungen zusätzlich zur Auslauffläche, damit die Hühner auch bei schlechtem Wetter draußen sein können: mindestens 2 m² für zwei bis sechs Hühner, mindestens 1,50 m hoch.
Ordnet das Veterinäramt wegen Geflügelpest Aufstallung an, steht der Automat dort, wo deine Hühner sind: im Stall oder in der Schutzvorrichtung. Die Regeln dafür stehen im Bericht Futterautomat draußen.
2Brauchen Hühner im Winter mehr Futter?
Ja, etwas mehr. Bei Kälte verbrauchen Hühner mehr Energie, um warm zu bleiben. Ein Fachartikel in der Zeitschrift Lohmann Information rechnet für Legehennen vor: Sinkt die Umgebungstemperatur um 10 °C unter den Optimalbereich, steigt der Erhaltungsbedarf um 15 Prozent. Das entspricht etwa 10 g Futter mehr je Henne und Tag. Zum Vergleich nennt ein Merkblatt der Stadt Bielefeld für ein Huhn rund 120 g Futter und 250 ml Wasser am Tag.
Ein Rechenbeispiel: Bei zehn Hennen sind das rund 100 g mehr am Tag, in einer Woche etwa 700 g. Im vollen Behälter fällt das kaum auf, über einen Winter summiert es sich. Der Fachartikel nennt außerdem Körpergewicht, Legeleistung und den Zustand der Befiederung als Einflüsse. Bei deinen Hühnern kann es also anders aussehen: Beobachte den Trog, und wird der Behälter schneller leer, füllst du früher nach.
Die Werte stammen aus der Praxis der Legehennenzucht, nicht aus der Hobbyhaltung. Sie zeigen die Richtung (bei Kälte mehr Futter), keine Fütterungsvorschrift.
3Hühner im Winter füttern: Das Futter muss bereitstehen, solange es hell ist
Hühner fressen vor allem bei Licht. In Versuchen mit Legehennen sank die Futteraufnahme in einer Dunkelphase am Tag von rund 10 g auf 2 bis 3 g je Stunde. Im Winter ist dafür nur wenig Tageslicht da.
In der Legehennenhaltung plant man am Beginn des Lichttages ein bis zwei Stunden für die erste Futteraufnahme ein und am Ende des Lichttages einige Stunden, damit die Hennen vor der Nacht genug aufnehmen. Für deinen Auslauf heißt das: Morgens muss das Futter bereitstehen, und abends sollte nichts mehr fehlen.
Darum soll der Behälter schon morgens gefüllt sein und nie ganz leer werden. Wer erst mittags nachfüllt, verschenkt einen Teil des kurzen Tages. Schau abends vor dem Einschließen noch einmal in den Trog: Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen rät, Hühner bei Einbruch der Dunkelheit im Stall einzuschließen, damit sie vor natürlichen Räubern geschützt sind.
4Das Wasser ist im Winter das größere Problem
Ein voller Futterautomat nützt wenig, wenn die Tränke ein Eisklotz ist. Hühner trinken auch bei Kälte regelmäßig, schreibt das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, und das Wasser muss ersetzt werden, wenn es gefriert. Als Richtwert nennt ein Merkblatt der Stadt Bielefeld rund 250 ml Wasser pro Huhn und Tag.
Kontrolliere Futter und Wasser deshalb zusammen, bei jedem Gang in den Stall. Stehen beide im selben überdachten Bereich, hast du beides mit einem Blick. Stell die Tränke nur nicht direkt neben den Automaten: Spritzwasser gehört nicht ins Futter.
5Frost und Streusalz: Worauf du am Futterautomaten achten solltest
Bei Frost zeigt sich, wo Feuchtigkeit im Futter sitzt: Nass gewordenes Futter gefriert im Trog zu Klumpen. Darum gelten bei Frost dieselben Regeln wie oben, Dach und Windschutz, und dazu der tägliche Blick in den Trog. Ein Merkblatt des Südtiroler Bauernbunds zur Geflügelhaltung nennt Metalltröge robuster und frostsicher, Kunststofftröge günstiger.
Streu kein Salz in die Nähe des Automaten, sondern räum Schnee mit dem Schieber. Chloride in feuchten Belägen sind laut Informationsstelle Edelstahl Rostfrei die häufigste Ursache für Lochkorrosion an rostfreiem Stahl.
6Dein Winter-Check für den Futterautomaten
- Dach über dem Trog heil, Standort schneefrei
- Trog ansehen: nass, gefroren, klumpig?
- Nasses oder gefrorenes Futter entfernen, Automaten leeren, reinigen und trocknen (so geht es)
- Deckel sitzt fest, damit kein Schnee in den Behälter fällt
- Behälter füllen und nie ganz leer werden lassen, Verbrauch im Blick behalten: schneller leer als im Herbst?
- Futtervorrat trocken lagern, idealerweise im Stall oder Schuppen
- Wasser prüfen: gefroren? Dann ersetzen
- Hängender Automat: Seil, Haken und Höhe prüfen, besonders nach Schnee und Sturm
- Abends vor dem Einschließen noch einmal in den Trog schauen
Das Gitter lässt sich per Klick abnehmen, und der Automat ist spülmaschinengeeignet. Nimm den Automaten zum Reinigen mit ins Haus und lass alle Teile vollständig trocknen, bevor er wieder nach draußen kommt. Restfeuchte lässt das Futter klumpen.
7Häufige Fragen
Kann der Futterautomat für Hühner im Winter draußen bleiben?
Entscheidend ist das Futter: Es muss trocken bleiben, also überdacht, windgeschützt und schneefrei. Der Automat besteht aus rostfreiem Edelstahl, das Futter braucht im Winter wie im Sommer ein Dach. Am einfachsten ist ein Platz im Stall oder im überdachten Teil des Auslaufs.
Friert das Futter im Futterautomaten ein?
Problematisch ist nasses Futter: Was nass geworden und gefroren ist, klumpt und rutscht nicht mehr nach. Schau täglich in den Trog und entferne Klumpen.
Brauchen Hühner im Winter mehr Futter?
Etwas mehr. Für Legehennen rechnet ein Fachartikel mit rund 10 g am Tag mehr, wenn die Temperatur 10 °C unter den Optimalbereich fällt. Beobachte den Trog und füll früher nach, wenn er schneller leer wird.
Was ist beim Hühnerfutterautomaten im Winter anders als im Sommer?
Das Futter wird schneller nass und klumpig, Hühner fressen bei Kälte etwas mehr, es ist weniger Tageslicht zum Fressen da, und das Wasser kann gefrieren. Der Automat selbst bleibt gleich: nur Trockenfutter, stehend oder hängend.
Soll der Futterautomat im Winter in den Stall?
Ein trockener, überdachter, windgeschützter Platz genügt, der Stall ist der einfachste. Das Schweizer BLV empfiehlt für Hobbyhaltungen sogar, Futterplätze und Tränken im Stall einzurichten. Ordnet das Veterinäramt Aufstallung an, gehört der Automat dorthin, wo deine Hühner sind.
Was mache ich, wenn das Futter nass geworden ist?
Leere den Automaten, reinige und trockne alle Teile und füll frisches Futter ein. Kipp Reste nicht oben auf neues Futter.






















