Schutz und Pflege
Futterautomat für Hühner reinigen: Schritt für Schritt

Einen Futterautomaten für Hühner reinigst du so: Futter ausleeren, Gitter per Klick abnehmen und alle Teile einzeln waschen. Der Futterautomat aus Edelstahl ist spülmaschinengeeignet, von Hand genügen Wasser, Spülmittel und eine weiche Bürste, angetrocknete Reste vorher 15 Minuten einweichen. Chlorhaltige Reiniger, Scheuerpulver und Stahlwolle lässt du weg, bei Bleich- und Desinfektionsmitteln ist Vorsicht nötig. Danach gründlich abspülen und trocknen.
Inhalt
1Wie oft musst du den Futterautomaten für Hühner reinigen?
Futterautomat, Futterspender, Futtertrog: Wie du das Gerät nennst, ist egal, sauber bleiben muss es. Einen Plan, der für jeden Stall passt, gibt es nicht. Wetter, Futter und Zahl der Tiere entscheiden. Die Richtung ist aber klar: Der Schweizer Leitfaden für vorbildliche Geflügelhaltung und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen nennen beide als Anforderung, dass Futter- und Trinkgefäße sauber gehalten werden.
- das Futter feucht, klumpig oder muffig ist
- angetrocknete Reste im Trog oder am Gitter kleben
- sich am Boden des Behälters alter Rest gesammelt hat
- Regen oder Spritzwasser ins Futter gekommen ist
- du die Futtersorte wechselst
Bei Nässe wartest du besser nicht: Die Oregon State University Extension schreibt, dass manche Schimmelpilze in feuchtem Futter für Hühner gefährlich sind. Und angetrocknete Reste locken Schädlinge an, denn das Umweltbundesamt rät, bei Hühnern keine Futterreste unnötig herumliegen zu lassen. Mehr dazu im Artikel Futterautomat gegen Ratten, Mäuse und Spatzen.
2So nimmst du den Automaten auseinander
- Den Behälter komplett leeren, auch den Rest am Boden.
- Deckel abnehmen.
- Das Gitter per Klick lösen.
- Bei Bedarf den Erhöhungsring abnehmen.
- Jedes Teil einzeln ansehen: Wo klebt Futter, wo ist es feucht?
Alle Teile lassen sich einzeln reinigen. Zwischendurch genügt es oft, den Trog trocken auszuwischen und Reste am Gitter zu entfernen. Gründlich wird es erst, wenn du den Automaten wirklich zerlegst.
3Futterautomat aus Edelstahl in der Spülmaschine: Geht das?
Ja, der Futterautomat ist spülmaschinengeeignet. Die Frage ist eher der Platz: Je nach Größe misst er 26 bis 37,5 cm in Breite und Tiefe und 33 bis 41 cm in der Höhe. Miss den Raum in deiner Maschine nach, dann weißt du, was du am Stück hineinstellen kannst und was du von Hand reinigst.
Ein bestimmtes Programm schreibt das Datenblatt nicht vor, es nennt den Automaten „spülmaschinengeeignet“. Richte dich nach der Anleitung deiner Maschine. Nimm die Teile nach dem Lauf heraus und lass sie trocknen, bevor du wieder zusammensetzt.
4Edelstahl von Hand reinigen: Was du nimmst und was nicht
Unser Futterautomat besteht aus rostfreiem Edelstahl. Edelstahl gilt als besonders reinigungsfreundlich. So steht es im Merkblatt 977 der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei, das Fragen zur Reinigung von nichtrostendem Stahl im Haushalt beantwortet. Die Stelle wird von Unternehmen der Edelstahlbranche getragen, das solltest du wissen. Ihre Hinweise zu Reinigern sind aber konkret und nachlesbar.
Handfutterautomaten aus Metall oder Kunststoff nennt auch der Südtiroler Bauernbund in seinem Merkblatt leicht zu reinigen. Aber Metall ist nicht gleich Metall: Die Hinweise unten gelten für nichtrostenden Stahl. Hast du einen Futtertrog oder Futterspender aus einem anderen Metall, zum Beispiel verzinkt, richte dich nach den Angaben des Herstellers.
| Problem | Das nimmst du | Hinweis |
|---|---|---|
| Fett und frische Futterreste | Spülmittellösung und ein weicher Schwamm oder Mikrofasertuch | danach mit klarem Wasser abspülen |
| Angetrocknete Reste | Einweichen: Wasser mit einem Tropfen Spülmittel, 15 Minuten | dann mit einer Kunststoffbürste lösen |
| Kalkspuren | verdünnter Essig oder verdünnte Zitronensäure, einige Zeit einwirken lassen | klar abspülen und trockenreiben |
| Reste von Aufklebern | alkoholische Lösungsmittel | laut Merkblatt für nichtrostenden Stahl unbedenklich |
So gehst du von Hand vor:
- Reste grob ausleeren oder ausklopfen.
- Die Teile in Wasser mit einem Tropfen Spülmittel einweichen, bei angetrockneten Resten 15 Minuten.
- Mit weicher Bürste oder Schwamm reinigen. Sieh besonders in die Öffnungen des Gitters und an die Kanten, an denen Teile aufeinandersitzen.
- Mit klarem Wasser gründlich abspülen, damit keine Reinigerreste bleiben.
- Trockenreiben, vor allem bei hartem Wasser.
- Vollständig durchtrocknen lassen.
- Edelstahl-Scheuerschwämmchen: Kratzer auf dekorativen Oberflächen
- Desinfektions- und Bleichmittel: Korrosionsgefahr, auch verdünnt, wenn sie lange einwirken oder nicht ganz abgespült werden
- chlorhaltige Reiniger
- Salzsäure, auch als schwache Lösung
- Scheuerpulver: Kratzer
- „schwarze“ Stahlschwämme und Stahlwolle: Kratzer und Fremdrost
- Silberputzmittel
Beide Listen folgen dem Merkblatt 977 und der Werkstoffseite „Reinigung“ der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei.
Rostfrei heißt nicht unangreifbar. Nach dem Merkblatt 977 können selbst Mittel, die als „edelstahlgeeignet“ gekennzeichnet sind, bei Überdosierung, zu langer Einwirkung oder unvollständigem Abspülen den Stahl schädigen. Auch manche Haushaltsspülmittel sind zum Teil mit Kochsalz verdickt (Merkblatt 824). Spül deshalb immer gründlich nach.
5Trocknen, bevor neues Futter kommt
Spül nach dem Reinigen alles mit klarem Wasser ab und lass die Teile vollständig trocknen, bevor du Futter einfüllst. Der Automat ist nur für Trockenfutter gedacht, feuchtes oder nasses Futter kann die Funktion beeinträchtigen.
Bei hartem Wasser lohnt sich das Trockenreiben. Die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei empfiehlt es, damit keine Kalkspuren bleiben. Sind welche entstanden, lösen sie sich mit verdünntem Essig oder Zitronensäure.
Kipp keine alten Reste oben auf frisches Futter. Leere den Behälter vor dem Reinigen ganz und fülle danach frisch auf.
Ist ein Tier erkrankt oder geht die Geflügelpest um, gelten eigene Regeln für Reinigung und Desinfektion. Welche das sind, sagen dir dein Tierarzt und das Veterinäramt, nicht dieser Ratgeber. Merk dir nur: Desinfektionsmittel können Edelstahl angreifen, und das Merkblatt 824 rät, sie nach der Einwirkzeit gründlich mit Wasser abzuspülen.
6Weniger Dreck, weniger Arbeit
Je weniger Schmutz in den Automaten kommt, desto seltener musst du ihn zerlegen. Diese Dinge sparen dir Arbeit:
- Ein Dach über dem Automaten hält Regen und Spritzwasser vom Futter fern. Mehr dazu im Artikel Draußen: Regen, Frost und Standort.
- Ein Trog auf Rückenhöhe der Hühner verschüttet weniger Futter, es bleibt weniger im Dreck liegen. Mehr dazu im Artikel Futterverschwendung vermeiden.
- Abstand zur Tränke, damit kein Spritzwasser in den Trog kommt.
- Nur Trockenfutter einfüllen: Dafür ist der Automat gedacht.
7Häufige Fragen
Wie reinigt man einen Futterautomaten für Hühner?
Leer machen, Gitter per Klick abnehmen und alle Teile einzeln reinigen: in der Spülmaschine oder von Hand mit Wasser, Spülmittel und weicher Bürste. Angetrocknete Reste weichst du vorher 15 Minuten ein. Danach klar abspülen und vollständig trocknen lassen.
Darf ein Futterautomat aus Edelstahl in die Spülmaschine?
Ja, unser Futterautomat ist spülmaschinengeeignet. Welche Teile in deine Maschine passen, hängt von ihrer Größe ab. Miss deshalb vorher nach.
Wie reinige ich einen Futtertrog oder Futterspender aus Edelstahl oder Metall von Hand?
Mit Wasser, Spülmittel und einer weichen Bürste oder einem Tuch, gegen Kalk mit verdünntem Essig (einige Zeit einwirken lassen, danach klar abspülen). Das gilt für nichtrostenden Stahl nach dem Merkblatt 977; bei anderem Metall zählen die Angaben des Herstellers. Chlorhaltige Reiniger, Scheuerpulver und Stahlwolle bleiben weg, bei Bleich- und Desinfektionsmitteln ist Vorsicht nötig.
Wie oft muss ich einen Futterspender für Hühner reinigen?
Das hängt von Wetter, Futter und Zahl der Tiere ab. Sofort reinigen solltest du bei feuchtem, klumpigem oder muffigem Futter und bei angetrockneten Resten.
Muss ich einen Hühnerfutterautomaten desinfizieren?
Für die Reinigung im Alltag nennt das Merkblatt der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei Wasser und Spülmittel. Ob du darüber hinaus desinfizieren musst, entscheidet dein Tierarzt, besonders nach einer Erkrankung. Desinfektionsmittel können Edelstahl angreifen und müssen gründlich abgespült werden.






















